RECHTE IM SOZIALHILFESYSTEM

Sozialhilfe leisten Sozialhilfeeinrichtungen, lokale und regionale Selbstverwaltungseinheiten, Verbände, Religionsgemeinschaften, andere juristische Personen, Gewerbetreibende und andere natürliche Personen, die Tätigkeiten aus dem Bereich der Sozialhilfe ausüben.  Das Ministerium für Demografie, Familie, Jugend und Sozialpolitik überwacht die Ausübung von Sozialhilfeleistungen.

Alle Angelegenheiten um Sozialhilfe werden mit dem Sozialhilfegesetz (Amtsblatt Narodne novine 157/13, 152/14, 99/15, 52/16, 16/17, 130/17, 98/19, 64/20) geregelt.

Ausländer machen ihre Ansprüche in Bezug auf Sozialhilfe gemäß ihrem anerkannten Status in Kroatien und aufgrund des diesen Status anerkennenden Dokuments geltend.

In ungünstiger Lebenslage befindliche Ausländer mit Anerkennung eines der folgenden Status sind:

– Ausländer und Staatenlose mit Hauptwohnsitz in Kroatien,

– Ausländer mit definiertem Status eines Opfers von Menschenhandel,

– Ausländer unter subsidiärem Schutz und Asylanten sowie deren Familienmitglieder, die sich rechtmäßig in Kroatien aufhalten.

 

Solche Personen haben die gleichen Rechte im Sozialhilfesystem wie kroatische Staatsbürger mit Wohnsitz in Kroatien.

 

Alle nicht aufgeführten Personen haben ein Recht auf einmaliges Entgelt und vorübergehende Unterkunft unter den Bedingungen aus dem Sozialhilfegesetz, sofern dies ihre Lebensumstände fordern.

 

Sollten Asylanten und Ausländer unter subsidiärem Schutz nicht in der Lage sein, die Wohnkosten aus eigenen Mitteln zu decken, sichert ihnen das Zentralamt für Wiederaufbau und Wohnungswesen eine Unterkunft gemäß dem Gesetz über den internationalen und vorübergehenden Schutz (Narodne novine Nr. 70/15, 127/17) zu. Die Mittel für Unterkunftskosten werden aus dem Staatshaushalt bezogen. Die Unterkunft wird für max. 24 Monate ab Vollzugstag des Beschlusses über die Genehmigung internationalen Schutzes zugesichert.

 

Rechte im Sozialhilfesystem sind:

  1. garantiertes Mindestentgelt,
  2. Entgelt für Wohnkosten,
  3. Recht auf Heizkosten,
  4. Entgelt für persönliche Bedürfnisse des Unterkunftsnehmers,
  5. einmaliges Entgelt,
  6. Ausbildungsentschädigung,
  7. Invaliditätsleistungen,
  8. Hilfe- und Pflegezulage,
  9. Status eines Pflegeelternteils oder Pflegers,
  10. Entgelt bis zur Beschäftigung,
  11. Entgelt für gefährdete Käufer von Energieträgern und
  12. Soziale Dienstleistungen:

– erste soziale Dienstleistung (Auskunftserteilung und anfängliche Bedarfseinschätzung)

– Beratung und Hilfestellung

– Unterstützung im Haus

– psychosoziale Unterstützung

– frühzeitige Intervention

– Unterstützung bei der Einschließung in regelmäßige Bildungs- und Erziehungsprogramme (Integration)

– Aufenthalt

– Unterkunft

-Familienmediation

– organisiertes Wohnen.

 

Die Sozialhilfezentren erkennen die Rechte im Sozialsystem per Beschluss an.

 

Mehr

 

Wichtige Links

 

Migracije