Mutterschaftsleistungen

Mutterschaftsleistungen sind in Kroatien durch das Gesetz über Mutterschafts- und Elterngeld geregelt (kroat. Amtsblatt Nr. 85/08, 110/08, 34/11, 54/13, 152/14 und 59/17).

Anspruchsberechtigt sind Personen in der obligatorischen Krankenversicherung der kroatischen Krankenversicherungsanstalt (HZZO), sofern sie auch weiteren vorgeschriebenen Bedingungen genügen.

Leistungen können Mütter und Väter, Adoptivelternteile, Vormunde, Pflegeelternteile oder andere natürliche Personen beziehen, denen ein Minderjähriger gerichtlich zugesprochen wurde.

Weitere Informationen

FRAGEN UND ANTWORTEN

Die Leistungsempfänger des Mutterschafts- und Elterngeldes sind in drei Kategorien je nach arbeitsrechtlichem Status aufgeteilt:

  • angestellte und selbstständige Elternteile (einschließlich Pflegeeltern, Eltern in der Berufsausbildung und der die kroatischen Kriegsinvaliden pflegenden und unterstützenden Person)
  • arbeitslose Elternteile, nicht einkommens- und ertragssteuerpflichte Landwirte, Elternteile, die andere Einkünfte beziehen, sowie
  • Elternteile außerhalb des Arbeitssystems (Rentner, ordentliche Schüler und Studenten, erwerbsunfähige Personen u.a.).

Angestellte Leistungsempfänger sind Personen, die auf Grundlage ihres Arbeitsverhältnisses gemäß den Arbeitsvorschriften in der Renten- und Krankenversicherung pflichtversichert sind.

Selbstständige Leistungsempfänger sind Personen, die auf Grundlage ihrer Selbstständigkeit in der Renten- und Krankenversicherung pflichtversichert sind.

Ja. Anspruch auf Mutterschafts- und Elterngeld können auch Ausländer geltend machen, die gemäß den Asylvorschriften den Status eines Asylberechtigten oder subsidiär Schutzberechtigten erhalten haben. Auf sie finden die entsprechenden Bestimmungen des Gesetzes über Mutterschafts- und Elternleistungen entsprechend ihrem arbeitsrechtlichem Status und ohne Bedingungen hinsichtlich Staatsangehörigkeit und Dauer des Wohnsitzes bzw. ständigen Aufenthalts in der Republik Kroatien Anwendung.

Der Anspruch auf Mutterschaftsurlaub wird auf Grundlage des vom persönlichen Frauenarzt ausgestellten Berichtes über die vorübergehende Arbeitsunfähigkeit/-verhinderung mit errechnetem Geburtstermin geltend gemacht.

Für die Geltendmachung sonstiger Ansprüche ist ein Antrag an das Regionalbüro, bzw. an die Außenstelle der HZZO zu stellen.

Migracije