ENTGELTERSATZLEISTUNGSANSPRUCH

Neben dem Anspruch auf Gesundheitsversorgung ist eines der Ansprüche aus der gesetzlichen Krankenversicherung der Lohnersatzleistungsanspruch aufgrund vorübergehender Arbeitsunfähigkeit/-verhinderung.

Hat Sie etwa Ihr Arbeitgeber mit Geschäftssitz in einem anderen EU-/EWR-Land zur vorübergehenden Arbeit nach Kroatien entsendet, kann ein Vertragsarzt aus der primären Gesundheitsversorgung in Kroatien die vorübergehende Arbeitsunfähigkeit (Krankschreibung) festlegen, ohne dass Sie hierzu in Ihr Heimat zurückmüssen.

Dieser Arzt kann Sie auch in jenem Fall krankschreiben, wenn Sie in einem anderen Mitgliedstaat arbeiten, doch während Ihres privaten Aufenthalts in Kroatien erkranken.

Wenn Sie kroatischer Versicherte sind und während Ihres Aufenthalts in einem anderen Mitgliedstaat erkranken, kann Sie der ausländische Arzt krankschreiben und Ihnen eine in diesem Staat gesetzlich vorgeschriebene Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ausstellen. Bei Krankschreibung haben Sie Ihren Arbeitgeber in Kroatien und die kroatische Krankenversicherungsanstalt (HZZO) hierüber binnen der kroatischen gesetzlichen Fristen in Kenntnis zu setzen. Ihr Anspruch auf Entgeltersatzleistungen wird gemäß kroatischer Rechtsvorschriften geltend gemacht.

Weitere Informationen

FRAGEN UND ANTWORTEN

Der Sie krankschreibende Vertragsarzt in der primären Gesundheitsversorgung wird Ihnen einen Arztbericht über die vorübergehende Arbeitsunfähigkeit/-verhinderung ausstellen, die Sie Ihrem Arbeitgeber und Ihrer Krankenkasse binnen der in Ihrem Heimatland gesetzlich vorgeschriebenen Fristen vorzulegen haben.

Der behandelnde Arzt kann auf Wunsch das Formular E116 (ärztlicher Bericht bei Arbeitsunfähigkeit) ausstellen, dass Sie über die HZZO Ihrem Krankenkassenträger zustellen können.

Bei Beendigung der Arbeitsunfähigkeit müssen Sie sich erneut an die HZZO wenden, wo das Formular E118 ausgefüllt und an den zuständigen Versicherungsträger geschickt wird.

Bei Ablehnung/ Beendigung der Arbeitsunfähigkeit wird Ihnen die HZZO das Formular E118 („Mitteilung über die Nichtanerkennung/Beendigung der Arbeitsunfähigkeit“) ausstellen. Sollten Sie mit der Entscheidung im o.g. Formular nicht zufrieden sein, können Sie die Ausstellung eines schriftlichen Bescheids bei der zuständigen Geschäftsstelle der HZZO beantragen, so dass im Verwaltungsverfahren über Ihren Anspruch auf Arbeitsunfähigkeit entschieden werden kann.  Gegen diesen Bescheid kann ein Einspruch binnen 15 Tage ab Erhalt des Bescheids bei der Direktion der HZZO eingereicht werden.

Die Geltendmachung Ihres Entgeltersatzleistungsanspruchs erfolgt gemäß den Rechtsvorschriften aus Ihrem Heimatland.

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