RENTENVERSICHERUNG - II. Säule

Die II. Rentenversicherungssäule ist eine Pflichtversicherung mit individueller Vermögensbildung eines Beitragsteils, und verpflichtend für alle Personen unter 40 Jahre, die in der Rentenpflichtversicherung auf Grundlage der Generationensolidarität gemäß dem Rentenversicherungsgesetz versichert sind. Die Versicherten wählen einen obligatorischen Rentenfonds und die Kategorie des Fonds aus und werden so zu Mitgliedern im Rentenfonds gemäß dem  Gesetz über obligatorische Rentenfonds.

Gemäß dem Gesetz über obligatorische Rentenfonds werden obligatorische Rentenfonds von einer Rentengesellschaft gegründet, die diesen auf eigenen Namen und zu Gunsten aller Mitglieder im Rentenfonds verwaltet. Der Rentenfonds kann der Kategorie A, B oder C angehören, wobei alle Kategorien von der gleichen Rentengesellschaft verwaltet werden. Rentenfonds verschiedener Kategorien haben unterschiedliche Anlagestrategien und Einschränkungen in der Mitgliedschaft (je nach Alter), der Anlagestrategie und Investitionsbeschränkungen. Ein Fonds der Kategorie C birgt geringstes Risiko und einer der Kategorie A das größte.

Anmeldung im obligatorischen Rentenfonds

Alle Personen, die nach dem 1.1.2002 erstmalig die Eigenschaft eines Versicherten erhielten (auf Grundlage eines Arbeitsverhältnisses, anderer Einkünfte – „Honorare“, selbstständiger Tätigkeit, Entgelte usw.), unter 40 Jahre, gehören zwingend der II. Rentenversicherungssäule an.

Die Versicherten haben binnen  1 Monat ab Erlangung der Versicherteneigenschaft einen obligatorischen Rentenfond (im Weiteren: OR) in einer Geschäftsstelle der Finanzagentur (FINA) zu wählen. Die Anmeldung im OR (oder Änderungen des ORs) führt der Versicherte mit einem gültigen Ausweis mit Foto (Personalausweis, Reisepass, Führerschein) und der persönlichen Identifikationsnummer (OIB) durch. Sollte der Versicherte keinen OR fristgerecht auswählen, teilt ihn das Zentralregister der Versicherten (REGOS) vorschriftsgemäß und von Amts wegen einer der unten aufgeführten Pensionskassen eine der OR-Kategorien zugewiesen.

PBZ CROATIA INSURANCE – Pflichtversicherungsanstalt

Allianz ZB – obligatorische und freiwillige Pensionskassenverwaltung

Raiffeisen – obligatorische und freiwillige Pensionskassenverwaltung

ERSTE – obligatorische und freiwillige Pensionskassenverwaltung

Nach der Anmeldung (eigene Wahl oder Einordnung von Amts wegen) wird die Eröffnung eines persönlichen Kontos des OR-Mitglieds eingeleitet.

Sollten Sie sich in ein OR am REGOS-Schalter in einer Geschäftsstelle der FINA anmelden, können Sie gleich einen ePASS beantragen, damit Sie ihren persönlichen Kontostand elektronisch verwalten und elektronische Unterlagen von REGOS beantragen und erhalten können.

Aus dem Bruttoverdienst des Versicherten werden monatlich 20% (von der Grundlage zur Beitragsberechnung) an die Rentenversicherung derart abgeführt, dass 15% der Mittel an die kroat. RV-Anstalt (I. Säule) und 5% auf das persönliche Konto des Versicherten im obligatorischen Rentenfonds (II. Säule) gehen.

Die für die Rentenversicherung mit individueller Vermögensbildung erhobenen Beiträge i.H.v. 5% des Bruttoverdienstes teilt das REGOS in den OR ein. Das OR-Mitglied bleibt selbst bei Einstellung seiner Beiträge in den Fonds vollwertiges OR-Mitglied Der Versicherte kann lediglich in einem OR Mitglied sein und nur ein Konto im Fonds haben.

Das System ist vollkommen transparent, denn der Versicherte weiß zu jeder Zeit, wie sein Kontostand im OR ist.

Wechsel des obligatorischen Rentenfonds (OR)

Der Wechsel eines ORs kann in jeder Geschäftsstelle der Finanzagentur auf gleiche Weise, wie die Anmeldung in das OR, erfolgen. Für den Wechsel des ORs wird ein Entgelt in Rechnung gestellt, das gemäß dem Gesetz über obligatorische Rentenfonds wie folgt beträgt:

  • im ersten OR-Mitgliedsjahr 0,8% des Betrags auf dem persönlichen Konto des OR-Mitglieds,
  • im zweiten OR-Mitgliedsjahr 0,4% des Betrags auf dem persönlichen Konto des OR-Mitglieds,
  • im dritten OR-Mitgliedsjahr 0,2% des Betrags auf dem persönlichen Konto des OR-Mitglieds,

Nach drei ununterbrochenen Jahren im selben OR erfolgt ein OR-Wechsel entgeltlos.

Das OR-Mitglied kann die Fondskategorie einmal im Jahr ohne Ausstiegsgebühren wechseln und nur innerhalb der gleichen Rentengesellschaft und nur in dem Kalendermonat, in dem er geboren wurde.

Das OR-Mitglied kann in einen Rentenfonds der gleichen Kategorie einer anderen Rentengesellschaft wechseln, sofern in den vorhergehenden 14 Tagen keine anderweitige Änderung im Rentenfonds erfolgte, ungeachtet dessen, ob sich die vorherige Änderung auf den Kategorienwechsel innerhalb desselben Rentenfonds oder auf den Fondswechsel in eine andere Rentengesellschaft bezog.

Obligatorischer Rentenfonds (Anmeldung/Änderung) 

Seit dem 26. April 2019 ist ein neuer elektronischer Service des Zentralregisters der Versicherten – Obligatorischer Rentenfonds (Anmeldung/Änderung) – verfügbar.

OR Anmeldung/Änderung

Der Service umfasst die Anmeldung oder Änderung der obligatorischen Rentengesellschaft und der Kategorie des obligatorischen Rentenfonds per Internet.

Anhand der bisherigen Erfahrung wurde festgestellt, dass über 95% der Versicherten vom Zentralregister der Versicherten (nachfolgend REGOS genannt) in den obligatorischen Rentenfonds (OR) von Amts wegen eingeordnet werden. Zur Beschleunigung und Vereinfachung des Anmeldungs-/Änderungsprozesses der obligatorischen Rentengesellschaft und der Fondskategorie hat das REGOS den Service „Obligatorischer Rentenfonds (Anmeldung/Änderung)“ unter Anwendung der fortgeschrittenen elektronischen Unterschrift durch ein Update der bestehenden elektronischen Services im Rahmen des Systems „e-Građani“ zur Verfügung gestellt.

Das Zugriffsrecht auf den Service haben Benutzer mit Anmeldedaten der Sicherheitsstufe 4 (elektronischer Personalausweis – eOI), die die vorgeschriebenen Bedingungen für die Anmeldung/Änderung der obligatorischen Rentengesellschaft und der Kategorie des obligatorischen Rentenfonds erfüllen.

Der oben genannte Service umfasst:

  • Auswahl/Änderung der obligatorischen Rentengesellschaft
  • Auswahl/Änderung der Kategorie des obligatorischen Rentenfonds
  • Rückgängigmachung der Auswahl/Änderung der obligatorischen Rentengesellschaft und der Kategorie des obligatorischen Rentenfonds
  • Download der unterschriebenen Formulare (PDF-Format)

Das persönliche Konto des Versicherten

Bei der persönlichen Anmeldung in den gewünschten Rentenfonds oder der Einteilung des Versicherten von Amts wegen durch das REGOS wird ein persönliches Konto eröffnet. In diesem Konto werden Einzahlungen und sämtliche Änderungen des persönlichen Vermögens während der individuellen Vermögensbildung verzeichnet. Das persönliche Konto wird in Abrechnungseinheiten geführt, deren Wert die dieses OR verwaltende Rentengesellschaft für jeden Bewertungstag festlegt. Den Abrechnungseinheitswert veröffentlicht das REGOS auf seiner Homepage, das die einheitliche Buchhaltung für die persönlichen Konten der Rentenfondsmitglieder führt.

Der persönliche Kontostand kann auf der Website überprüft werden.

Dazu benötigen Sie einen  ePASS Ausweis, den Sie in allen Geschäftsstellen der FINA kroatienweit und unter Vorlage des Personalausweises und der OIB-Nr. persönlich beantragen können.

Ist der Kontostand auf dem persönlichen Konto anders als erwartet, kann dies zahlreiche Gründe haben und das OR-Mitglied sollte sich zunächst an seinen Arbeitgeber wenden, um ausschließen zu können, dass der Arbeitgeber keine Zahlungen in die II. Rentenversicherungssäule versäumt hat, bzw. dass er fristgerecht ein gültiges Abbuchungsformular (JOPPD) eingereicht hat, ohne welches die Geldmittel auf den persönlichen Konten nicht registrierbar sind.

Sollten hier keine Versäumnisse festgestellt werden, kann sich der Versicherte an das REGOS unter der Telefonnummer 01/4898 999 oder per E-Mail an regos@regos.hr wenden.

Die Geldmittel auf dem persönlichen Konto des Rentenfondsmitglieds sind das persönliche Vermögen dieses Mitglieds. Der Anspruch auf Auszahlung der Mittel vom persönlichen Konto des OR-Mitglieds kann erst im Ruhestand geltend gemacht werden.  Die eingezahlten Rentenfondsbeiträge sowie die in den Fonds übertragenen Konten werden in Abrechnungseinheiten umgerechnet, die proportionale Anteile am Nettovermögenswert des Rentenfonds darstellen. Der Gesamtwert aller Abrechnungseinheiten des Rentenfonds beträgt stets genauso viel wie der Nettovermögenswert des Rentenfonds.

Sobald der Versicherte rentenberechtigt ist, wählt er eine Rentenversicherungsgesellschaft aus, in die seine gesamten Geldmittel aus dem Rentenfond, deren Mitglied er bis dato war, übertragen werden. Derzeit zahlt in Kroatien lediglich die Raiffeisen Rentenversicherungsgesellschaft eine Rente auf Grundlage individueller Vermögensbildung aus.

Vererbung der Geldmittel aus der individuellen Vermögensbildung

Sollte ein OR-Mitglied vor dem Ruhestand versterben und seine Familienangehörigen gemäß dem Rentenversicherungsgesetz keinen Anspruch auf Familienrente haben, werden die gebildeten Vermögensmittel auf dem persönlichen Konto des verstorbenen OR-Mitglieds Erbgegenstand gemäß dem Erbschaftsgesetz.

Die zwecks Auszahlung der Erbschaft an die Anschrift des Zentralregisters der Versicherten (nachfolgend REGOS; Gajeva 5, 10000 Zagreb) zuzustellenden Unterlagen sind:

  • Original oder beglaubigte Kopie des rechtskräftigen Beschlusses über die Erbschaft mit aufgeführten Mitteln aus der II. Säule, ausgestellt vom Gericht/Notar in der Republik Kroatien
  • Antrag auf Auszahlung der Mittel
  • Bestätigung der Bank über die IBAN-Nr. des Kontos vom Erben

Der Auszahlungsantrag an das REGOS kann auch in freier Form erfolgen, muss allerdings zwingend folgende Elemente beinhalten: Vor- und Nachname des Verstorbenen, Matrikelnummer/persönliche Identifikationsnummer (OIB) des Verstorbenen, Vor- und Nachname des Antragstellers, OIB-Nr. des Antragsteller, IBAN-Nr. vom Zahlungsempfänger, Datum der Antragstellung und eigenhändige Unterschrift.

Bestehende obligatorische Rentenfonds in Kroatien

Die Aufsicht über die Geschäftstätigkeit der Rentenfonds und Rentenversicherungsgesellschaften obliegt der Kroatischen Aufsichtsbehörde für Finanzdienstleistungen – HANFA.

Anspruchsberechtigung für die Rente auch auf Grundlage individueller Vermögensbildung

Der Anspruch auf Rente auch auf Grundlage individueller Vermögensbildung -II. Säule erfolgt mit dem Rentenberechtigungsbescheid der Kroatischen Rentenversicherungsanstalt (im Weiteren: RV-Anstalt).

Nach dem 01. Januar 2019 haben alle in beiden Säulen versicherten Personen die Möglichkeit, im Verfahren zur Geltendmachung von Ansprüchen auf Altersrente oder vorzeitige Altersrente auszuwählen, ob sie die Rente nur aus der I. Säule (Generationensolidarität) oder aus der I. und II. Säule (individuelle Vermögensbildung) durch eine persönliche Erklärung an das Zentralregister der Versicherten (REGOS) beanspruchen.

Damit das Rentenfondsmitglied die günstigste Rente auswählen könnte, wird das REGOS informative Rentenberechnungen von der kroatischen Rentenversicherungsanstalt (RV-Anstalt) und der Rentenversicherungsgesellschaft beantragen und sie an seine Hausanschrift zustellen.

Sollte sich das Rentenfondsmitglied nur für die Rente aus der Rentenpflichtversicherung auf Grundlage der Generationensolidarität entscheiden, so wird die RV-Anstalt die Rente so bestimmen, als ob der Versicherte nur in der I. Säule versichert war. Die Auswahl dieser Rente bedeutet, dass das Rentenfondsmitglied aus der II. Säule, bzw. aus der Rentenpflichtversicherung der individuellen Vermögensbildung austreten möchte, und die gebildeten Vermögensmittel auf dem persönlichen Konto des Rentenfondsmitglieds werden in den Staatshaushalt übertragen.

Sollte sich das Rentenfondsmitglied für eine kombinierte Rente aus der I. und der II. Säule entscheiden, so wird die RV-Anstalt die Grundrente aus der Rentenpflichtversicherung auf Grundlage der Generationensolidarität bestimmen und die Angaben aus dem Bescheid an das REGOS zustellen.

Nach Eingang des von der RV-Anstalt an das REGOS zuzustellenden Bescheids überprüft das REGOS die Angaben in Bezug auf den Status des zukünftigen Rentners. Überprüft wird, ob der angehende Rentner über ein persönliches Konto verfügt, und ob dieser aus der II. Säule ausgetreten ist.

Nachdem die kroatische Rentenversicherungsanstalt die Entscheidung über die Anerkennung des Anspruchs auf eine Grundrente vorgelegt hat, erfolgt die Auswahl der Rentenversicherungsgesellschaft am REGOS-Schalter in jeder FINA-Filiale unter Vorlage eines Personalausweises.

Nach Auswahl der Rentenversicherung schließt REGOS das persönliche Konto und überweist die Mittel an die Rentenversicherung, die für den Abschluss des Rentenvertrags kontaktiert wird.

Nach Ablauf dieser Frist wird erneut überprüft, ob das persönliche Konto offen und kein Austritt erfolgt ist.  Nach durchgeführter Überprüfung wird das persönliche Konto geschlossen, bzw. die das obligatorische Rentenfonds verwaltende Rentengesellschaft angewiesen, die Mittel aus dem obligatorischen Rentenfonds auf das Beitragszahlungskonto der II. Säule zu überweisen.

Die das obligatorische Rentenfonds verwaltende Rentengesellschaft hat eine Frist von fünf Tagen ab Einleitung der Kontoschließung für die Überweisung der Mittel auf das Beitragszahlungskonto der II. Säule. Nach Begleichung der Verbindlichkeiten durch die Bank des Treuhänders wird am darauffolgenden Werktag der Eingang der Zahlungsmittel auf das Konto des gesetzlichen Zahlungsempfängers – Raiffeisen Rentenversicherungsgesellschaft überprüft (zurzeit die einzige Rentenversicherungsgesellschaft), welche auf Grundlage der individuellen Vermögensbildung eine Rente auszahlen wird.

Die Rentenversicherungsgesellschaft wird über die Angaben aus dem Formular R-POD und dem Betrag der überwiesenen Beträge elektronisch in Kenntnis gesetzt. Nach Erhalt dieser Angaben kontaktiert die Rentenversicherungsgesellschaft den zukünftigen Rentenbezieher zwecks Abschluss eines Vertrages über die Rente auf Grundlage individueller Vermögensbildung.

Sollte nach Abschluss dieses Rentenvertrages ein weiterer Beitrag für den Rentenbezieher eingehen, überweist REGOS diesen Betrag an die Rentenversicherungsgesellschaft, mit der der Rentner einen Rentenvertrag abgeschlossen hat. In diesem Fall wird die Rentenversicherungsgesellschaft einen Anhang zum Rentenvertrag mit dem Rentenbezieher abschließen, um den neuen Rentenbetrag festzulegen.

Wenn die Grundrente aus der Rentenversicherung auf Grundlage der Generationensolidarität um 15% höher als die geringste Rente aus der I. Säule gemäß dem Gesetz über die Rentenversicherung ist, kann sich der künftige Bezieher der Rente aus der II. Säule für eine teilweise, einmalige Auszahlung in Höhe von 15% vom Bruttobetrag der an die Rentenversicherungsgesellschaft überwiesenen gebildeten Vermögensmittel entscheiden. Die teilweise einmalige Auszahlung wird von der Rentenversicherungsgesellschaft dem Bezieher der Altersrente und der vorzeitigen Altersrente aufgrund des abgeschlossenen Rentenvertrags ausgezahlt.

Bei jeder Rentenauszahlung sowie bei der einmaligen Auszahlung von 15% der an die Rentenversicherungsgesellschaft überwiesenen gebildeten Vermögensmittel berechnet und zahlt die Rentenversicherungsgesellschaft die Einkommenssteuer und den Einkommenssteuerzuschlag gemäß dem Gesetz über die Einkommenssteuer und bezahlt dem Rentenbezieher den Nettobetrag. Die Steuersätze für Rentner wurden gesenkt und betragen 12% und 18%, je nach Steuerklasse. Aufgrund der von der Steuerbehörde ermittelten Endabrechnung der Einkommenssteuer kann der Rentenbezieher, je nach erzielten Einnahmen und in Anspruch genommenen persönlichen Freibeträgen in betreffendem Jahr, zur Steuerzahlung oder zur Rückerstattung zu viel gezahlter Einkommenssteuer verpflichtet sein.

EINORDNUNG IN DIE RENTENVERSICHERUNGSGESELLSCHAFT VON AMTS WEGEN

Das REGOS ordnet OR-Mitglieder, die keine Rentenversicherungsgesellschaft innerhalb von sechs Monaten ab Geltendmachung des Rentenanspruchs ausgewählt haben, derart ein, dass alle OR-Mitglieder ohne ausgewählte Rentenversicherungsgesellschaft gleichmäßig in alle Rentenversicherungsgesellschaften in einem Monat eingeordnet werden.

OR-Mitglieder, die ihren Rentenanspruch aus der Rentenpflichtversicherung auf Grundlage der Generationensolidarität bis zum 31. Dezember 2018 geltend gemacht, aber zum 01. Januar 2019 noch keine Rentenversicherungsgesellschaft für die Rentenauszahlung ausgewählt haben, werden vom REGOS gleichmäßig in alle Rentenversicherungsgesellschaften innerhalb von drei Monaten nach Inkrafttreten des Gesetzes über die Rentenversicherungsgesellschaften (01.01.2019) eingeordnet.

FRAGEN UND ANTWORTEN

Die II. Rentenversicherungssäule ist für alle Personen mit Versichertenstatus und unter 40 Jahren verpflichtend.

Die Versicherten in der II. Rentenversicherungssäule können kostenlos per E-Dienstleistung folgende Unterlagen aus dem REGOS-Register erhalten:

  1. Bericht über Einkünfte, abgerechnete und eingezahlte Rentenversicherungsbeiträge (Angaben aus dem Formular JOPPD seit Dezember 2013)
  2. Registerauszug (Angaben aus dem Formular R-Sm bis November 2013),
  3. Bestätigung über den Kontostand und der Kontoumsätze,
  4. Bestätigung über den Eigentumsanteil im obligatorischen Rentenfonds,
  5. Zweitausfertigung der Anmeldung im obligatorischen Rentenfonds,
  6. Bestätigung über die Mitgliedschaft im obligatorischen Rentenfonds,
  7. Mitteilung über den Geldwert des Vermögens auf dem persönlichen Konto des Fondsmitglieds.

Auf Ihre Online-Anfrage hin, erstellt das REGOS das ersuchte Dokument in elektronischer Form und verschickt es an die angegebene E-Mail Anschrift.

In diesem Fall gibt es vielerlei Gründe ausbleibender Beträge auf dem persönlichen Konto: Entweder hat der Arbeitgeber das gesetzlich vorgeschriebene entsprechende Formular (JOPPD) nicht eingereicht, oder aber er hat keine Zahlungen geleistet oder diese mit falscher Bezugsnummer angewiesen, sodass sie nicht dem entsprechenden Formular zugeordnet und auf das persönliche Konto des Versicherten überwiesen werden konnten. Bei einer Falschüberweisung hat der Arbeitgeber einen Antrag auf Korrektur der Bezugsnummer zwecks Weiterleitung der Beträge vom vorübergehenden Konto auf das persönliche Konto des Versicherten zu stellen.

Um Zahlungen auf ein persönliches Konto weiterleiten zu können, müssen diese mit dem entsprechenden Formular dh. der durch das Steueramt erstellten Verbindlichkeit verknüpfbar sein. Sobald diese Verbindlichkeiten in die Datenbank von REGOS eingetragen werden, werden die getätigten Zahlungen mit dem entsprechenden Formular verknüpft und auf das persönliche Konto weitergeleitet.

Nein. Die auf Ihr persönliches Konto eingezahlten Mittel dienen ausschließlich der Rentenauszahlung bei Eintritt der durch das Rentenversicherungsgesetz vorgeschriebenen Bedingungen.
Als Ausnahme hierzu werden die Mittel auf dem persönlichen Konto beim Tod des Versicherten und wenn kein Anspruch auf Familienrente besteht, zum Erbschaftsgegenstand und können dem gesetzlichen Nachfolger nach Inkrafttreten des Erbschaftsbeschlusses ausgezahlt werden.

Die Rentengesellschaft kann eine Aktiengesellschaft oder eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung sein, deren Haupttätigkeit die Gründung und Verwaltung von Rentenfonds darstellt. Der Rentenfonds ist vollständig von der Geschäftstätigkeit der Rentengesellschaft getrennt. Das ist ein separater Vermögenswert ohne Rechtspersönlichkeit, der zwecks Erhebung von Geldmitteln durch die Beitragszahlung seitens der Rentenfondsmitglieder und der Anlage dieser Mittel gegründet wurde, mit dem Ziel den Vermögenswert des Rentenfonds zu erhöhen und so die Auszahlung von Rentenleistungen an die Rentenfondsmitglieder zu sichern. Der Rentenfonds steht im Eigentum seiner Mitglieder und wird von der Rentengesellschaft verwaltet.

Der obligatorische Rentenfonds ist ein Rentenfonds im Rahmen der Rentenpflichtversicherung mit individueller Vermögensbildung (II. Rentensäule) und der freiwillige Rentenfond ein Rentenfonds im Rahmen der freiwilligen Rentenversicherung mit individueller Vermögensbildung (III. Rentensäule). Mitglieder im obligatorischen Rentenfonds sind Versicherte, die eine Pflichtversicherung im Rahmen der Rentenpflichtversicherung auf Grundlage der Generationensolidarität (I. Säule) haben. Die Rentenfonds werden je nach Mitgliedschaft und Investitionsansatz in drei Kategorien unterteilt:  A, B und C. Die obligatorischen Rentenfonds werden von Rentengesellschaften verwaltet.

Sie können einem obligatorischen Rentenfonds Ihrer Wahl in jeder Geschäftsstelle der kroatischen Finanzagentur FINA beitreten.  Vorzulegen sind lediglich ein gültiger Ausweis mit Foto (Personalausweis, Reisepass, Führerschein) und Ihre OIB-Nr. und nachdem Sie ein Formular ausgefüllt haben, können Sie die Rentengesellschaft/den obligatorischen Rentenfonds, an die/den ein Teil Ihrer Rentenbeiträge gehen soll, frei wählen.

Selbstständige Beitragszahler sind ebenfalls verpflichtet, einen obligatorischen Rentenfonds auszuwählen. Sie haben die gleichen Rechte und Pflichten, wie unbefristete Angestellte. Der einzige Unterschied ist der, dass Landwirte und Gewerbetreibende Ihre Beiträge selber zahlen, während das bei anderen durch den Arbeitgeber erfolgt.

Die Grundidee für die Einführung der Kategorien der obligatorischen Rentenfonds ist die, dass Versicherte zu Beginn ihrer Rentenversicherungszeit risikoreiche Investitionen leichter eingehen können, als Versicherte gegen Ende ihrer Versicherungszeit, wo die Investitionssicherheit wichtiger als der Ertrag ist.  Versicherte zu Beginn ihrer Rentenversicherungszeit haben ausreichend Zeit und größere Chancen, eventuelle Verluste bis zur Ihrem Ruhestand wieder einzubringen. Andererseits ziehen Versicherte mit längerer Rentenversicherungszeit sichere Investitionen einem eventuellen Gewinn vor, zumal ein größerer Betrag der eingesparten Mittel gefährdet und der Zeitraum für die Deckung eventueller Verluste viel kleiner wäre.

Die Rentenzulage wird auch an Versicherte ausgezahlt, welche die Rente aus der I. und II. Säule beziehen werden, und zwar folgendermaßen:

– bei Renten aus der I. Säule wird eine Zulage von 27% für die Rentenversicherungszeit bis zum 31.12.2001 festgelegt,

– beim Rententeil, der einem Versicherten für die Rentenversicherungszeit nach Einführung der II. Säule bzw. nach dem 1. Januar 2002 zusteht, wird eine Zulage von 20,25% festgelegt.

Zur Beseitigung von Ungleichheiten zwischen gegenwärtigen und künftigen Rentnern wird den Versicherten mit Pflichtversicherung in der I. und II. Säule (Jahrgang 1962 und jünger) ermöglicht, die Rente bei der Pensionierung auszuwählen, womit die Versicherten in dieselbe Rechtslage versetzt werden wie diejenigen, die freiwillig der II. Säule beigetreten sind. Im Verfahren zur Geltendmachung von Rentenansprüchen werden Versicherte die Möglichkeit haben, die günstigere Rente durch eine persönliche Erklärung am REGOS-Schalter in einer Geschäftsstelle der FINA auszuwählen.

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